Die Winterthurer Elite öffnet ihren Geheimclub

Der «Club zur Geduld» nimmt jetzt auch Frauen und Professoren auf, weil ihm die Industriellen und Händler wegsterben. Im Herbst ist sogar das Volk gefragt.

Wo sich die Sulzers, Rieters, Reinharts und Volkarts trafen: Der noble Speisesaal des «Clubs zur Geduld».

Winterthur – Diskretion ist oberstes Gebot im «Club zur Geduld». Wer nicht von einem Mitglied eingeladen wird, hat nichts verloren in den Räumen des gleichnamigen Hauses – wo sich die Elite der Stadt mit Freunden und Geschäftspartnern trifft. Dort tafelt sie, ungestört von den Massen, die sich draussen auf der Marktgasse von Kleiderladen zu Kleiderladen treiben lassen und manchmal in einer Strassenbeiz stranden.

Vielleicht wird das gewöhnliche Fussvolk irgendwann auch im Parterre des noblen Hauses «zur Geduld» Kaffee trinken können. Es bestanden bereits Pläne, dort ein öffentliches Café einzurichten, doch scheiterten sie am Widerstand der Clubmitglieder. Sie wollten nicht an Hausfrauen und Arbeitern vorbei zum Diner gehen. Auf ewig begraben ist das Projekt dem Vernehmen nach nicht. Es brächte dem Club Geld, das er gut gebrauchen könnte: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/winterthur/Die-Winterthurer-Elite-oeffnet-ihren-Geheimclub/story/23687420

14.7.10 20:02

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