Oxford Research Group: Israelischer Angriff auf den Iran hätte langen Krieg zur Folge

Laut der Oxford Research Group hätte ein israelischer Angriff  gegen den Iran einen langen Krieg zur Folge

Laut dem britischen Think-Tank Oxford Research Group würde ein Angriff Israels gegen den Iran den nuklearen Ambitionen der islamischen Republik kein schnelles Ende bereiten und einen in die Länge gezogenen Krieg auslösen.

Der Bericht mit dem Titel “Military Action Against Iran: Impact and Effects” beschreibt den Iran als eine Nation, die endlich die Schwelle überschreiten möchte zu einem hochentwickelten Land, sich aber gleichzeitig über die eigene hohe Verwundbarkeit bewusst ist. Die geographische Lage, massive Vorkommen an fossilen Brennstoffen und eine große Bevölkerung bieten eine solide Basis, die entscheidenden Faktoren sind jedoch Technologie und Verteidigungsfähigkeit.

Israel verfügt seit den späten 1960er Jahren über Atomwaffen, hat im Gegensatz zum Iran jedoch nicht den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Weitere Nuklearmächte die sich dem Vertrag verweigern sind Indien, Pakistan und Nordkorea. Schätzungen zufolge befinden sich zwischen 200 und 600 Nuklearsprengköpfe in Israels Arsenal, die mit Flugzeugen oder Bodenraketen vom Typ Jericho eingesetzt werden können. Es wird auch vermutet, dass sich Nuklearsprengköpfe für Cruise Missiles in der Entwicklung befinden die man auf U-Booten stationieren kann. Unter anderem könnten drei in Deutschland gebaute U-Boote der Dolphin-Klasse verwendet werden, zwei weitere sollen 2012 folgen.

Der Iran hält sich bislang an die Bedingungen des Atomwaffensperrvertrages zur Entwicklung von angereichertem Uran zur zivilen Nutzung; jedoch nähert sich die Nation damit auch gleichzeitig der Möglichkeit an, theoretisch innerhalb von drei bis sieben Jahren etwa sechs einsatzfähige Atomwaffen bauen zu können. Als Trägersysteme können Raketen dienen, die auf älteren russischen Designs basieren und deren Reichweite sich bis nach Israel erstreckt.

Militäraktionen der israelischen Luftwafffe hätten iranische Forschungseinrichtungen sowie Ausbildungseinrichtungen zum Ziel. Soviele technisch ausgebildete Leute wie möglich seien zu töten, auch an zivilen Universitäten, um den maximalen Effekt zu erzielen. Falls gut gesicherte, unterirdische Bunkeranlagen durch Israel mit kleinen taktischen Atomwaffen zerstört werden, würde dies neue Diskussionen entfachen um den Atomwaffensperrvertrag und die Hemmschwellen gegen den Einsatz dieser Technologie auf modernen Schlachtfeldern.

In dem Oxford-Bericht heißt es: http://208.64.123.254/~infokrie/wordpress/?p=527

17.7.10 12:56

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