Es gibt ein Land, dessen Bevölkerung so blind ihrem System gegenüber geworden ist, dass sie nicht einmal mehr wissen, in welchem Land sie leben. Dieses Land der Blinden sind die neuen Vereinten Staaten von Europa.
Durch das Abkommen von Lissabon am ersten Dezember sind wir alle nun Bürger dieser Neuen Einheit mit Rechten und Pflichten, die über denen unserer nationalen Bürgerrechten stehen. Jedes EU-Gesetz steht automatisch über den nationalen Gesetzen, wobei 90% unserer neuen Gesetze direkt von der EU verabschiedet werden. Tatsächlich wird die EU nicht auf der Basis von Nationalstaaten wie Frankreich, Großbritannien oder Deutschland geführt, sondern auf überstaatlichen Regionen, die ihre Anweisungen aus Brüssel beziehen.

 

Während die EU ohne die provokativen Zeichen der Staatsidentität, so wie Sportteams oder Militärparaden, geführt wird, sollten wir uns keinen Illusionen hingeben, dass das Abkommen von Lissabon der Grundstein eines ganz Neuen Landes ist. Die Struktur mag jetzt noch unvollkommen sein, wird aber rasch ausgedehnt werden, weil, und das ist kritisch, das Abkommen von Lissabon ein Selbsterweiterndes Abkommen ist, das bedeutet es kann erweitert werden und sich dabei selbst neue Rechte verleihen, solange die intern bestimmten Top-Politiker diesem zustimmen.

 

Der erste Dezember 2009 ist ein Tag, der sich in unsere kollektive Psyche einbrennen sollte, denn genau wie der Fall der Berliner Mauer markiert er den Beginn einer neuen Ära der globalen Politik. Nationale Souveränität in Europa wurde seit Jahrzehnten langsam zu Grunde gerichtet, aber an diesem fatalen Tag starb sie endgültig. Trotzdem muss der größte Teil von Europa( fast 500 Millionen Einwohner) erst noch begreifen, was passiert ist. Wie lange wird es dauern, bis sie begreifen, dass ihre Nationen nicht mehr existieren? Dass ihre Nationalsymbole antiquiert sind? Das ihre Nationalfeiern nichts weiter als ein Begräbniszug sind? Die Antworten auf diese Fragen und die Reaktionen der Bevölkerung werden sicherlich eins der größten politischen Experimente unserer Zeit sein.

Die Sowjet E-Union

Was wurde dann außerhalb des öffentlichen Blickes konstruiert?
Die Europäische Union ist eine extrem zentralisierte, totalitäre Form der Regierung, in Zusammenarbeit mit großen finanziellen und wirtschaftlichen Interessen, aufrechterhalten von gewaltigem bürokratischem Aufwand.
 
Die einzigen Leute, die wir wählen können sind die MEPs, deren Rechte sich darauf beschränken, Änderungsvorschläge zu Gesetzen zu machen, die auf einer höheren politischen Machtebene abgestimmt und verabschiedet werden. Das Europäische Parlament existiert, um dem ganzen einen demokratischen Anschein zu geben. Das ist was die ehemalige EU-Vorsitzende Marta Andreasen ein "Mickey Mouse Parlament" nannte. Jeder andere, der Präsident, die Kommissare und der Ministerrat werden alle intern und ohne Zustimmung der Öffentlichkeit bestimmt.
Strukturell ist es eine Kopie der Sowjetunion, wie der ehemalige Sowjetflüchtling Vladimir Bukovsky erläutert:

"Wenn man sich durch alle Strukturen und Umstände dieses erwachenden Europäischen Monsters arbeitet, kann man feststellen, dass es immer mehr der Sowjetunion ähnelt...
Es ist kein Zufall, dass zum Beispiel das Europäische Parlament mich an das sowjetische Parlament erinnert. Es sieht so aus wie das Sowjetische Parlament, weil es nach seinem Vorbild erschaffen wurde. Wenn man gleichermaßen auf die Europäische Union schaut, wirkt sie wie das Politbüro. Ich meine sie sind identisch, bis auf die Tatsache, dass die Kommission jetzt 25 Mitglieder hat, während dem Politbüro normalerweise zwischen 13 und 15 Mitglieder angehörten (durch das Abkommen von Lissabon werden es etwa 18 sein). Abgesehen davon entsprechen sie sich vollkommen, keinem gegenüber verantwortlich, von niemandem direkt gewählt. Wenn man sich die bizarren Aktivitäten der Europäischen Union mit ihren 80000 Seiten an Verordnungen ansieht, sieht es aus wie das Gosplan (Staatskomitee für Planung in der Sowjetunion). Wir hatten damals eine Organisation, die alle wirtschaftlichen Planungen übernahm, bis zur letzten Schraube und Mutter, fünf Jahre im Vorraus. Genau dasselbe passiert nun in der EU. Wenn man sich die Art der Korruption in der EU ansieht, ist es die Gleiche Art Korruption wie in der Sowjetunion, ausgehend von oben nach unten anstatt von unten nach oben."
 
Heißen wir also die EUSSR willkommen. Man mag sich wundern, dass eine kommunistische Machtstruktur so gut mit den großen finanziellen und wirtschaftlichen Interessen, die den Westen dominieren, harmonisiert. Der Grund dafür ist, dass eine kollektivierte, durchgeplante Ökonomie der perfekte Nährboden für monopolistische Kapitalisten ist. Die Kontrolle über die Regierung zu gewinnen steigert ihre Macht enorm und verhindert den Wettbewerb. Anthony C. Sutton erläutert dies in seinem Grundlagenwerk "Wall Street and the Bolshevik Revolution":

 

 "Monopolisierte Kapitalisten sind die Erzfeinde der Freien Marktwirtschaft; und angesichts der Schwächen der sozialistischen Zentralplanung sind die totalitären sozialistischen Staaten der perfekte geschlossene Markt für monopolisierte Kapitalisten, wenn man eine Allianz mit den sozialistischen Börsenmaklern schließen kann."
Wir können schon jetzt die Resultate dieser intimen Einheit sehen, reflektiert durch die enorme Menge an EU-Korruption, mit Geschichten über Millionen von Euro, die spurlos verschwinden. Man kann es am besten in der EU-Politik selber sehen, zum Beispiel in einer Politik, die Kleine Landwirte attackiert, während sie große Landwirtschaftliche Betriebe schützen, die die Verbreitung von genetisch modifizierten Speisen fördern. Sogar noch klarer wird es durch die zielstrebige Attacke auf die Handelsunionen und die Vorstellung einer Politik, die entwickelt wurde um ein "Rennen zum Grund" der Lohn- und Arbeitsstandards in ganz Europa zu schaffen.
Diese Regierungsform wurde eindeutig dazu entwickelt, um in Harmonie mit den monopolisierten Kapitalisten zu arbeiten. Daher ist es nicht überraschend, dass ein Großteil der EU-Politik und Stellungnahmen der Kommission auf den Grundlagen von Business-Europe, der vorherrschenden Gruppe für wirtschaftliche Interessen in Europa, basiert. Der Journalist David Cronin gibt ein eindeutiges Beispiel: "Diese Woche setzte Barroso eine "Konferenz" an, angeblich um eine Debatte über die strategischen Ziele der EU für das kommende Jahrzehnt anzuregen. Die zwei Hauptprioritäten
waren die "Allgemeinbildung" der europäischen Wirtschaft zu steigern und sicherzustellen, dass die Arbeitsmärkte noch flexibler werden. Kann es Zufall sein, dass Jürgen Thumann, der Präsident von Business-Europe, in einer Rede in diesem Monat forderte, dass die EU genau diese Prioritäten setzt?"

 

 Wenn die europäische Elite von einem "progressiven" und "dynamischen" Europa für das einundzwanzigste Jahrhundert spricht, ist es offensichtlich, dass sie von einem Europa reden, dass in ihrem Interesse aufgebaut wurde, nicht in unserem. Sie müssen es, denn wenn ihr Plan Früchte trägt werden wir in einem neuen Feudalsystem leben, mit den Bankern und Unternehmen als unseren Überherren.
Dies ist unsere neue Regierung. Was können wir tun, um sie zu ändern? Wir können mit den Armen in der Luft wedeln und dem Etablissement "Verrat" zu schreien, aber wie Lord Christopher Monckton notierte:

"Es ist tatsächlich Verrat: aber die britischen Gerichte sind nur noch die Stempelkissen für die Diktatoren." Wenn ihr es noch nicht gemerkt habt, die britischen Börsenmakler wollten es so. Jede Hoffnung auf eine Änderung muss von einem massiven Volkswiderstand ausgehen, aber damit dies eines Tages geschehen kann, müssen wir zuerst realisieren, in welchem Land wir leben.

Quelle: http://www.refuseresist.net/2009/12/11/the-european-union-the-land-of-the-blind/